27. September: Kundgebung für bezahlbaren Wohnraum in Köln

Arche für Obdachlose ruft zur Teilnahme an der Kundgebung „Für bezahlbaren Wohnraum“ anlässlich der Haushaltsberatungen des Stadtrats auf: 27. September um 14.00h auf dem Chlodwigplatz in der Kölner Südstadt. DGB, Mieterverein und zahlreiche Vereine der Obdachlosenhilfe rufen anlässlich ebenfalls auf.

In Köln sind rund 10.000 Menschen wohnungslos. Aktuell leben über 400 Menschen auf der Straße. Damit ist Köln einer der größten Brennpunkte in NRW. Kern des Problems ist der fehlende bezahlbare Wohnraum. In Köln fallen mehr Wohnungen aus der Sozialbindung als neue sozial gebundene Wohnungen hinzukommen. Der Kölner Mietmarkt ist einer der teuersten der Republik. Wer seine Wohnung verliert, gerät rasch in die Abwärtsspirale bis zur Obdachlosigkeit. Nach der Kommunalwahl sind trotz Ankündigungen konkrete stadtpolitische Initiativen, die bezahlbaren Wohnraum schafft, Fehlanzeige. Ein städtisches Programm, welches städtische Baugrundstücke z.B. für Genossenschaften zur Verfügung stellt, wäre möglich. In Köln sind über 30 Wohnungsgenossenschaften aktiv. Denn privater Boden ist für den Bau sozialer Wohnungen und mehr „Housing First“-Angebote viel zu teuer. Im Stadthaushalt 2027/2028 soll nun auch noch das mit 33 Mio. Euro ausgestattete kommunale Wohnungsbauprogramm ab 2027 gestrichen werden. Es wird höchste Zeit die Stadtspitze und den Rat aufzufordern: Handelt endlich!

Im Kundgebungsaufruf heißt es:
„ …Teure Mieten spalten die Stadt. Sie gefährden Kölns Vielfalt und sind sozialer Sprengstoff.

  • Mehr bezahlbaren Wohnraum und Wohnraum in öffentlicher Hand
  • Wirksamen Schutz vor Mietsteigerungen und Mietwucher
  • Mietennotstand stoppen – Zwangsräumungen verhindern
  • Leerstand nutzen statt Flächen verschwenden
  • Bodenpolitik fürs Gemeinwohl statt für Profit

Kommt vorbei, bringt Freund*innen und Familie mit – lasst uns gemeinsam zeigen:
Köln muss bunt bleiben und Wohnraum muss bezahlbar werden!“